Besuch der Apollinariskirche in Remagen am 27. August 2015.

Das Interesse unserer ZWAR - Mitglieder, die Apollinariskirche zu besichtigen, war groß.
Die meisten freuten sich, diese prachtvolle Kirche endlich einmal aus der Nähe und von innen zu sehen und nicht nur von der gegenüberliegenden Rheinseite.

Um 15.00 Uhr wurden wir in der Kirche von einer jungen, sehr freundlichen Schwester mit Namen Ignazius Maria empfangen.
Sie nahm sich viel Zeit für uns und brachte uns lebhaft und fröhlich die Geschichte der Kirche näher.

Seit Jahrhunderten kommen die Menschen zum Apollinarisberg, um die schöne Kirche zu besichtigen, und um Ruhe zu finden.
Der Zeitpunkt der Errichtung der ersten Kirche läßt sich nicht bestimmen, etwa im 6. bis 9. Jahrhundert. Sie war dem hl. Martin geweiht.
Wegen Baufälligkeit mußte die Kirche St. Martin abgerissen werden.

1295 findet zum ersten Mal der Name des Hl. Apollinaris urkundlich Erwähnung.
1526 erscheint die Apollinarislegende in gedruckter Form.

1836 erwirbt Freiherr Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim die aufgelöste Probstei und Kirche.
1839 erfolgte die Grundsteinlegung der jetzigen Kirche und 1857 war das Gotteshaus fertiggestellt und geweiht. Es ist ein Gesamtkunstwerk im neugotischen Stil.

Die Benediktiner aus Siegburg waren ungefähr 850 Jahre wirksam und ab 1857 bis zum Jahre 2006 die Franziskaner. Nach 150 Jahren verlassen die Franziskaner den "Berg".

2007 wird durch den Bischof von Trier das Kloster und die Seelsorge auf dem Apollinarisberg der "Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe" anvertraut.
Das Kirchengebäude geht in den Besitz einer Stiftung über.

Die Apollinariskirche wurde speziell für die Aufnahme von großformatigen Fresken geschaffen. Während eine gotische Kirche lichtdurchflutet ist, reduzierte man hier absichtlich die Anzahl und Größe der Fenster, um möglichst viel Wandfläche für die Freskomalerei zu erhalten. Fast zehn Jahre arbeiteten vier Künstler jeweils im Sommerhalbjahr an den umfangreichem Zyklen.

Wir haben auch die Krypta besichtigt. Dort liegt das Haupt des Hl. Apollinaris in einem Steinsarkophag aus dem 14. Jahrhundert.

Anschließend führte uns die Schwester Ignazius Maria in den Garten.
Die wunderbare Panoramalage mit weitem Ausblick über den Rhein und die gepflegte Gartenanlage bilden ein stimmiges Umfeld.
Dort haben wir uns mit dankbaren Worten von der freundlichen Schwester verabschiedet.

Den Tag ließen wir ausklingen mit einem gemütlichen Abendessen in einem Restaurant in Erpel.

Irmgard B.